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Gotische Burg aus der 2. Hälfte des 14. Jh., mehrmals umgebaut (XVI
Jh., XVII Jh., XVIII Jh., Anfang XX Jh.). Das Ordensschloss wurde im Januar
1945 abgebrannt und in den Jahren 1962-1967 wieder aufgebaut. In der Burg
befinden sich eine Bibliothek und ein Museum. Der
Bau der Burg wurde im südöstlichen Teil der Stadt wahrscheinlich im Jahre
1357 begonnen. Das Gebäude wurde in Form eines Quadrats erbaut
und hat drei mehrstöckige Flügel. In dem nördlichen Flügel waren das
Refektorium, die Wohnräume des Kreuzritterbeamten-,: sowie eine Kapelle
untergebracht. Die Burg war von einer Schutzmauer mit drei Bastaien und einem
Einfahrtstor umgeben. Die Burg und das Vorwerk enthielten außerdem eine
Küche, Brauerei, Mühle, Bäckerei, Speicher, Speisekammer, Waffenarsenal,
Pulvermagazin, Kapelle und ein Gefängnis. Während des dreizehnjährigen
Krieges, im Jahre 1454 besetzte Bürgertum die Burg. Sie verhafteten und
töteten den damaligen Beamten des Ordens, Wolfgang Sauer. Nach dem Jahre 1525
war die Burg der Sitz des Landrates. Das Gebäude wurde während der
Jahrhunderte mehrmals umgebaut, um seine Verteidungs- und Wohnfunktionen zu
verbessern, unter anderem wurden in den gotischen Fassaden große
Fensteröffnungen ausgehauen und es wurde ein rundlicher Turm angebaut. Im
Jahre 1945 setzte die sowjetische Armee die Burg in Brand. In den Jahren
1962-67 wurde die Burg wieder aufgebaut. Die Außenausansicht wurde nach
Zeichnungen von C. Steinbrecht aus dem 19.Jh rekonstruiert und man baute den
Körper des Gebäudes im gotischen Stil wieder auf. Die Burg besitzt ein
Einfahrtstor und einen Schloßhof. In der Burg befinden sich heute die
Bibliothek und das Museum, benannt nach Wojciech Kêtrzyñski. Im Museum werden
dauerhafte und temporäre Ausstellungen exponiert. Hier befinden sich sehr
sehenswerte Gemälde, gotische Skulpturen, wie auch Kunsthandwerkt und Möbel
aus dem 17. – 19. Jh. Beachtenswert ist eine Sammlung von Grabinschriften und
Grabfahnen, unter anderem die in Europa einmalige Kindesgrabfahne des
dreijährigen Botho zu Eulenburg aus dem Jahre 1667. In der Museumbibliothek
und im Archiv befindet sich eine reiche Büchersammlung zur
regional-historischen Themen dieser Gebiete sowie eine reiche Sammlung an
Dokumenten aus dem ehemaligen
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 St. Georg-Kirche - Basilika Minor aus dem 14. Jh. stellt
ein klassisches Beispiel einer mittelalterlichen Wehrkirche. Beachtenswert im
Innenraum: das Kristallgewölbe aus dem 16. Jh., der alte neugotische
Hauptaltar, die Kanzel aus dem Jahr 1594. Interessante Sehenswürdigkeit - das
Presbyterium neigt ich nach links vom Hauptschiff nieder. Die Kirche
besitz einen hohen Turm und eine Bastei. An der höchsten Stelle des Flußes Guber steht die St. Georg-Kirche -
Basilika Minor. Die Kirche ist umgeben von Überresten von Wehrmauern und
Basteien. Das Gotteshaus wurde in der 2. Hälfte des 14. Jh. vom
Kreuzritterorden erbaut und im 15. Jh erweitert. Diese Kirche ist jetzt ein
seltes, herrliches Beispiel des mittelalterlichen Festungsbauwerkes. Das ist
die einzige dreistockwerke gotische Ziegelkirche im Ermland und den Masuren.
Durch den Tempel mit schweren viereckigen Türmen macht sie den Eindruck einer
Burg. Der über 40-Meter hohe westlicher Turm und der 32,5-Meter hohe
Glockenturm komponieren herrlich mit dem Hauptschiff der Kirche. In dem
Glockenturm finden sich drei Stahl-Glocken. Im Innenraum der Kirche kann man
das Presbyterium sehen, das sich nach links vom Hauptschiff neigt. Das ist
eine Seltenheit in Polen und auch in Europa. Eine zweifellose Attraktion der
Basilika ist das Kristallgewölbe, das im Jahre 1515 von dem Meister Matz aus
Danzig erbaut wurde. Kostbare Baudenkmäler sind die Kanzel aus dem Jahr 1594,
der alte neugotische Hauptaltar und zwei Gefängniszellen aus dem Anfang des
15. Jh. in dem Fundament des hohen Turmes. Sehenswert ist in der Kirche die
Orgel aus dem 1721 mit 41 Stimmen, drei Tastaturen und einem Fußpedal. Die
Orgel ist in dem neogotischen Prospekt eingebaut. Im nördlichen Schiff
befindet sich der ehemalige neogotische Hauptaltar mit dem Bild „Der Kreuzigung“.
Neben der Basilika in der Zwischenmauer kann man das Lapidarium besichtigen.
Im Lapidarium exponiert man die wertvollsten und interessantesten Überreste
aus den Friedhöfe im Kreis Kêtrzyn.
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Die
Freimaurerloge "Drei Tore des Tempels" im "England-Neugotik"
Stil Heutzutage hat hier auch ihren Sitz
die Arno Holz Gesellschaft für die Polnisch - Deutsche Verständigung in
Kêtrzyn und Kulturhaus - Centrum Kultury „Zamek”.Am 9. Oktober des
Jahres 1818 wurde in Rastenburg eine Freimaurerloge "Drei Tore des
Tempels im Rastenburg" genannt gegründet. Der polnische Name der Loge
lautete "Drei Tore des Tempels". Ihre Gründer waren Mitglieder
anderer Logen in Angerburg und Pisz. Die neu entstandene Loge war die
siebte Tochter der Mutterloge "Zu den drei Weltkugeln" zu Berlin.
Der polnische Name: "Trzech Globów"- "Zu den drei
Weltkugeln". Zum ersten Treffort der Mitglieder der neu gegründeten Loge
war ein Gartenhaus gewählt, das dem Kammerrath Simon Kusser gehörte. Dieses
Gebäude stand an der Rückseite des ehemaligen Gymnasiums an der St.Georgs
Kirche. Seit dem Jahre 1848 bekleidete das Amt des Logenmeisters Doktor
hilosophie, Lehrer und dann Schulleiter am Gymnasium zu Rastenbug Anton
Brillowski. Dank seiner Bemühungen begann man unentbehrliche finanzielle
Mittel aufzubringen, die für den Kauf eines Grundstückes und die Errichtung
eines neuen Sitzes der Loge vonnöten
waren. Mit den ersten Bauarbeiten wurde 1860 begonnen. Ausgeführt wurde das
Projekt von Herrn Modricker. Am 24. September fand die Einweihnung des
Gebäudes statt. Allen Regeln der freimaurerischen Bauweise gemäß war der neue
Sitz der Loge ein frei stehendes Gebäude, gen das Sonnenlicht vom Osten,
Westen und Süden geöffnet. Der Eingang ins Innere befand sich in der
Nordenfassade. Das die Loge umgebendes Gelände verwandelte man in einen
Gartenpark. Da der neue Sitz in der Nachbarschaft des schon damals
zugeschüttenen städtischen Wassergrabens erbaut wurde, zeigten sich schon
nach drei Jahren Risse im Mauerwerk, war Wasser im Keller. Drei Jahre nach
der Einweihung mußte man nachbessern, was bis 1870 dauerte. Während der
Arbeiten wurde unter dem Keller isoliert. Jedoch schon 1878 bedurfte das
Gebäude einer neuen Renovierung. Im Laufe der Renovierung erfolgte ein Anbau,
eine Veranda, neue Dachdeckung aus Dachpappe. Es wurden auch noch
Innenarbeiten durchgeführt. Das Gebäude bekam ein neues Treppenhaus. Die
Verbreitung der heutigen Mickiewicza Straße bewirkte die Notwendigkeit, den
Risalit an der Nordfassade abzubauen. Der neue Eingang befand sich in der
östlichen Wand des Gebäudes, was den freimaurerischen Bauprinzipien
windersprach, und führte ins Innere des Hauses durch einen fünfeckingen
Risalit. Die weiteren Arbeiten wurden am Anfang des 20.Jhs aufgenommen. In
dieser Arbeitsetappe schloß man das Gebäude der Loge an das städtische
Wasser- und Gasnetz. Das Gelände des alten, um den Park liegenden
Gartens wurde planiert, Grünanlagen mit Blumenbeeten wurden da angelegt.
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Die evangelische St. Johannes-Kirche aus dem Jahr 1480 mit
Barockausstattung. Diese
Kirche ist im Jahre 1480 erbaut. Sie diente als Friedhofs¬kapelle und
Gebetshaus, wurde auch als Schule für die Gemeinde benutzt. Auf Befehl von
Herzog Albrecht im Jahre 1546 wurde die „Polnische Kirche“
Vorbereitungsschule für die Universität in Königsberg. Im Jahre 1565 wurde
die kleine Kapelle nach Süden hin verlängert bis an die dahinterliegende
Stadtmauer. Die Kapelle wurde durch Aufbau eines Stockwerkes vergrößert. Auch
wurde sie verbunden mit einem zweistöckigen Haus, das dicht neben der Kapelle
stand. So entstand ein Schulhaus. Nach dem Krieg im Jahre 1628 -1630 wurde
die Kirche restauriert. 1691 - 1692 wurde sie nach Norden hin verlängert. Von
der Reformationszeit an wurde in der St. Johannes-Kirche polnisch gepredigt,
während die deutschsprachigen Gottesdienste bis 1945 in der benachbarten
Georgskirche, einem hochauf¬ragenden eindrucksvollen gotischen Ziegelbau aus
dem 14. - 15. Jahrhundert, gefeiert wurden. Schon im Jahre 1560 sind Namen
von polnischen Diakonen und Pfarrern bekannt. Bis zum Jahre 1880 waren es
schon 27. Die Zahl der Mitglieder der „Polnischen Kirche“ wuchs bis zur
Hälfte des 19. Jahrhunderts. Von 1880 an wurde die Kirche für den
Konfirmandenunterricht benutzt. Nach dem 2. Weltkrieg blieb die St.
Johannes-Kirche weiterhin im Besitz der Evangelisch-Lutherischen Gemeinde,
die darin sonntäglich ihre Gottesdienste feiert In dem Innenraum dieser
Kirche befindet sich ein Altar aus dem Jahre 1717 mit Apostelfiguren und
Gemälden auf Nutzholz: „Das letzte Mahl Christi“, „Die Kreuzigung“ und „Die
Auferstehung“ darstellen. Die Skulpturen stellen die Apostel: St. Peter und
St. Johannes dar und einen Pelikan mit seinen Küken - ein Symbol der
göttlichen Liebe. Die barocke Kanzel aus dem Jahre 1730 verzieren 11 Gemälden
mit Bibelszenen. In der Kirche befindet sich eine Orgel aus dem Jahre 1830
mit 11 Stimmen. Sie wurden im Jahre 1979 aus der ehemaligen evangelischen
Kirche in Bez³awki überführt. In dem Glockenturm befindet sich eine Glocke,
aus dem Jahre 1843. Die Renovierung der Kirche begann im Jahre 1979. Es
wurden der Altar (1985) und die Kanzel (2000) restauriert. Der historische
Balkon über dem Eingang der Kirche wurde ebenfalls umgebaut. Die Skulptur des
Moses ist aus dem Museum in Kêtrzyn zurück in diese Kirche gekommen. Diese
Skulptur bildete ursprünglich das Fundament der Kanzel. Über 10 Jahren war
Kêtrzyn der Sitz des Bischofs der Evangelisch-Lutherischen Gemeinde. Die
hiesige Pfarrgemeinde hält Kontakte mit der Evangelischen Pfarrgemeinde in
Wesel (Deutschland) aufrecht. Zurzeit fungiert als Pfarrer der Pastor Pawe³
Hause.
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St.
Katharine- Kirche wurde in den Jahren 1895-97 im neugotischen Stil
erbaut. Die Konsekration der Kirche machte Bischof Andrzej Thiel am 5.
Mai 1897. Die Kirche hat eine erhaltene Epochenausstattung - neugotischer
Hauptaltar, Seitenaltäre sowie eine Kanzel. Im Jahre 1945 wurde diese Kirche
verwüstet und im Jahre 1956 repariert. Zurzeit fungiert als Pfarrer der
Prälat Zygmund Klimczuk.

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Das Rathaus
Am Pi³sudskiplatz steht das historische
eklektische Rathaus. Dieses Rathaus wurde in Jahren 1885 -86 durch die
Initiative des Bürgermeisters Wiewiórowski erbaut. Es ist ein dreistöckiges
Gebäude aus rotem Backstein. Am 30. Dezember 1886 wurde das neue Rathaus
eröffnet. In diesem Gebäude befindeten sich früher: zwei große Säle für
Ratssitzungen und ommissionen, Büros, die Stadtkasse, eine Polizeiwache (im
Keller) und die Wohnung des Bürgermeisters und des Pförtners. Im Jahre 1899
wurde das Rathaus durch einen Brand teilweise zerstört. Im Jahre 1920 wurde
das Dachgeschoß umgebaut. Bis zum Jahr 1997 war es ununterbrochen Stadtverwaltungssitz.
Heute befinden sich hier u.a. das Standesamt und die Touristische
Information.Gegenüber dem Rathaus steht das Denkmal des Stadtpatrons -
Wojciech Kêtrzyñski. Der Autor des Denkmal das ist Edward Gorol - ein
hervorragender polnischer Bildhauer und Medaillenstecher.
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