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Mit der Entstehung des Wappens von Kêtrzyn verbindet sich folgende Legende :

 

Im Mitteljahrhundert lag das Gebiet Rastenburg und Sensburg in einem Urwaldähnlichen Waldgebiet in dem ein sehr großer und agressiver Bär lebte. Dieser Bär tyranisierte die Bevolkerung. Schon in den letzen Jahrzehnten versuchten immer wieder einige junge Burschen diesen Bär zu erlegen, aber es gelang niemanden. Bis eines Tages ein junger Bauernbursche aus Sensburg auf die geniale Idee kam diesen Bär mit einem Lockmittel zu überlisten, und so vermischte er Honig mit Hochprozentigem Alkohol, er legte diesen Koder aus und der Bär kam und naschte davon und schlief ein, so das der Bursche Ihm erlegen konnte. Aber da der Bär so groß und schwer war, schnitt er Ihm nur eine Tatze ab und brachte diese als Beweis dem Stadtrat von Sensburg. Junge Burschen aus Rastenburg beobachteten dieses Geschehen und nahmen den kompletten Bär ohne diese genannteTatze mit nach Rastenburg. Und ab diesen Tag sieht man in den Wappen von Sensburg eine Bärentatze und in den Wappen von Rastenburg einen Bären mit nur drei Tatzen. Aus diesem Grund nennt man dieses Getränk – „Bärenfang“.

 

 

Kêtrzyn (Rastenburg) ist eine historische Stadt, die im Jahre 1357 errichtet wurde. Kêtrzyn liegt an der Grenze der Großen Masurischen Seenplatte. Anfänge der Stadt reichen in die Zeit der Eroberung dieser Stadt durch die Kreuzritter zurück, wo am Fluß Guber die altpreußische Siedlung Rast bestand. Den heutigen Namen Kêtrzyn hat sie am 11. November 1945 bekommen. Viele Plätze waren Zeugen der mittelalterlichen Geschichte dieses Landes.

 

 

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Gotische Burg aus der 2. Hälfte des 14. Jh., mehrmals umgebaut (XVI Jh., XVII Jh., XVIII Jh., Anfang XX Jh.). Das Ordensschloss wurde im Januar 1945 abgebrannt und in den Jahren 1962-1967 wieder aufgebaut. In der Burg befinden  sich eine Bibliothek und ein Museum. Der Bau der Burg wurde im südöstlichen Teil der Stadt wahrscheinlich im Jahre 1357 begonnen.  Das Gebäude wurde in Form eines  Quadrats erbaut und hat drei mehrstöckige Flügel. In dem nördlichen Flügel waren das Refektorium, die Wohnräume des Kreuzritterbeamten-,: sowie eine Kapelle untergebracht. Die Burg war von einer Schutzmauer mit drei Bastaien und einem Einfahrtstor umgeben. Die Burg und das Vorwerk enthielten außerdem eine Küche, Brauerei, Mühle, Bäckerei, Speicher, Speisekammer, Waffenarsenal, Pulvermagazin, Kapelle und ein Gefängnis. Während des dreizehnjährigen Krieges, im Jahre 1454 besetzte Bürgertum die Burg. Sie verhafteten und töteten den damaligen Beamten des Ordens, Wolfgang Sauer. Nach dem Jahre 1525 war die Burg der Sitz des Landrates. Das Gebäude wurde während der Jahrhunderte mehrmals umgebaut, um seine Verteidungs- und Wohnfunktionen zu verbessern, unter anderem wurden in den gotischen Fassaden große Fensteröffnungen ausgehauen und es wurde ein rundlicher Turm angebaut. Im Jahre 1945 setzte die sowjetische Armee die Burg in Brand. In den Jahren 1962-67 wurde die Burg wieder aufgebaut. Die Außenausansicht wurde nach Zeichnungen von C. Steinbrecht aus dem 19.Jh rekonstruiert und man baute den Körper des Gebäudes im gotischen Stil wieder auf. Die Burg besitzt ein Einfahrtstor und einen Schloßhof. In der Burg befinden sich heute die Bibliothek und das Museum, benannt nach Wojciech Kêtrzyñski. Im Museum werden dauerhafte und temporäre Ausstellungen exponiert. Hier befinden sich sehr sehenswerte Gemälde, gotische Skulpturen, wie auch Kunsthandwerkt und Möbel aus dem 17. – 19. Jh. Beachtenswert ist eine Sammlung von Grabinschriften und Grabfahnen, unter anderem die in Europa einmalige Kindesgrabfahne des dreijährigen Botho zu Eulenburg aus dem Jahre 1667. In der Museumbibliothek und im Archiv befindet sich eine reiche Büchersammlung zur regional-historischen Themen dieser Gebiete sowie eine reiche Sammlung an Dokumenten aus dem ehemaligen

 

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St. Georg-Kirche - Basilika Minor aus dem 14. Jh. stellt ein klassisches Beispiel einer mittelalterlichen Wehrkirche. Beachtenswert im Innenraum: das Kristallgewölbe aus dem 16. Jh., der alte neugotische Hauptaltar, die Kanzel aus dem Jahr 1594. Interessante Sehenswürdigkeit - das Presbyterium neigt ich  nach links vom Hauptschiff nieder. Die Kirche besitz einen hohen Turm und eine Bastei. An der höchsten Stelle des Flußes Guber steht die St. Georg-Kirche - Basilika Minor. Die Kirche ist umgeben von Überresten von Wehrmauern und Basteien. Das Gotteshaus wurde in der 2. Hälfte des 14. Jh. vom Kreuzritterorden erbaut und im 15. Jh erweitert. Diese Kirche ist jetzt ein seltes, herrliches Beispiel des mittelalterlichen Festungsbauwerkes. Das ist die einzige dreistockwerke gotische Ziegelkirche im Ermland und den Masuren. Durch den Tempel mit schweren viereckigen Türmen macht sie den Eindruck einer Burg. Der über 40-Meter hohe westlicher Turm und der 32,5-Meter hohe Glockenturm komponieren herrlich mit dem Hauptschiff der Kirche. In dem Glockenturm finden sich drei Stahl-Glocken. Im Innenraum der Kirche kann man das Presbyterium sehen, das sich nach links vom Hauptschiff neigt. Das ist eine Seltenheit in Polen und auch in Europa. Eine zweifellose Attraktion der Basilika ist das Kristallgewölbe, das im Jahre 1515 von dem Meister Matz aus Danzig erbaut wurde. Kostbare Baudenkmäler sind die Kanzel aus dem Jahr 1594, der alte neugotische Hauptaltar und zwei Gefängniszellen aus dem Anfang des 15. Jh. in dem Fundament des hohen Turmes. Sehenswert ist in der Kirche die Orgel aus dem 1721 mit 41 Stimmen, drei Tastaturen und einem Fußpedal. Die Orgel ist in dem neogotischen Prospekt eingebaut. Im nördlichen Schiff befindet sich der ehemalige neogotische Hauptaltar mit dem Bild „Der Kreuzigung“. Neben der Basilika in der Zwischenmauer kann man das Lapidarium besichtigen. Im Lapidarium exponiert man die wertvollsten und interessantesten Überreste aus den Friedhöfe im Kreis Kêtrzyn.

 

Die Freimaurerloge "Drei Tore des Tempels" im "England-Neugotik" Stil  Heutzutage hat hier auch ihren Sitz die Arno Holz Gesellschaft für die Polnisch - Deutsche Verständigung in Kêtrzyn und Kulturhaus - Centrum Kultury „Zamek”.Am 9. Oktober des Jahres 1818 wurde in  Rastenburg eine Freimaurerloge "Drei Tore des Tempels im Rastenburg" genannt gegründet. Der polnische Name der Loge lautete "Drei Tore des Tempels". Ihre Gründer waren Mitglieder anderer Logen in Angerburg und Pisz.  Die neu entstandene Loge war die siebte Tochter der Mutterloge "Zu den drei Weltkugeln" zu Berlin. Der polnische Name: "Trzech Globów"- "Zu den drei Weltkugeln". Zum ersten Treffort der Mitglieder der neu gegründeten Loge war ein Gartenhaus gewählt, das dem Kammerrath Simon Kusser gehörte. Dieses Gebäude stand an der Rückseite des ehemaligen Gymnasiums an der St.Georgs Kirche. Seit dem Jahre 1848 bekleidete das Amt des Logenmeisters Doktor hilosophie, Lehrer und dann Schulleiter am Gymnasium zu Rastenbug Anton Brillowski. Dank seiner Bemühungen begann man unentbehrliche finanzielle Mittel aufzubringen, die für den Kauf eines Grundstückes und die Errichtung eines neuen Sitzes der Loge Pole tekstowe:  

vonnöten waren. Mit den ersten Bauarbeiten wurde 1860 begonnen. Ausgeführt wurde das Projekt von Herrn Modricker. Am 24. September fand die Einweihnung des Gebäudes statt. Allen Regeln der freimaurerischen Bauweise gemäß war der neue Sitz der Loge ein frei stehendes Gebäude, gen das Sonnenlicht vom Osten, Westen und Süden geöffnet. Der Eingang ins Innere befand sich in der Nordenfassade. Das die Loge umgebendes Gelände verwandelte man in einen  Gartenpark. Da der neue Sitz in der Nachbarschaft des schon damals zugeschüttenen städtischen Wassergrabens erbaut wurde, zeigten sich schon nach drei Jahren Risse im Mauerwerk, war Wasser im Keller. Drei Jahre nach der Einweihung mußte man nachbessern, was bis 1870 dauerte. Während der Arbeiten wurde unter dem Keller isoliert. Jedoch schon 1878 bedurfte das Gebäude einer neuen Renovierung. Im Laufe der Renovierung erfolgte ein Anbau, eine Veranda, neue Dachdeckung aus Dachpappe. Es wurden auch noch Innenarbeiten durchgeführt. Das Gebäude bekam ein neues Treppenhaus. Die Verbreitung der heutigen Mickiewicza Straße bewirkte die Notwendigkeit, den Risalit an der Nordfassade abzubauen. Der neue Eingang befand sich in der östlichen Wand des Gebäudes, was den freimaurerischen Bauprinzipien windersprach, und führte ins Innere des Hauses durch einen fünfeckingen Risalit. Die weiteren Arbeiten wurden am Anfang des 20.Jhs aufgenommen. In dieser Arbeitsetappe schloß man das Gebäude der Loge an das städtische Wasser- und Gasnetz.   Das Gelände des alten, um den Park liegenden Gartens wurde planiert, Grünanlagen mit Blumenbeeten wurden da angelegt.

 

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Die evangelische St. Johannes-Kirche aus dem Jahr 1480 mit Barockausstattung.   Diese Kirche ist im Jahre 1480 erbaut. Sie diente als Friedhofs¬kapelle und Gebetshaus, wurde auch als Schule für die Gemeinde benutzt. Auf Befehl von Herzog Albrecht im Jahre 1546 wurde die „Polnische Kirche“ Vorbereitungsschule für die Universität in Königsberg. Im Jahre 1565 wurde die kleine Kapelle nach Süden hin verlängert bis an die dahinterliegende Stadtmauer. Die Kapelle wurde durch Aufbau eines Stockwerkes vergrößert. Auch wurde sie verbunden mit einem zweistöckigen Haus, das dicht neben der Kapelle stand. So entstand ein Schulhaus. Nach dem Krieg im Jahre 1628 -1630 wurde die Kirche restauriert. 1691 - 1692 wurde sie nach Norden hin verlängert. Von der Reformationszeit an wurde in der St. Johannes-Kirche polnisch gepredigt, während die deutschsprachigen Gottesdienste bis 1945 in der benachbarten Georgskirche, einem hochauf¬ragenden eindrucksvollen gotischen Ziegelbau aus dem 14. - 15. Jahrhundert, gefeiert wurden. Schon im Jahre 1560 sind Namen von polnischen Diakonen und Pfarrern bekannt. Bis zum Jahre 1880 waren es schon 27. Die Zahl der Mitglieder der „Polnischen Kirche“ wuchs bis zur Hälfte des 19. Jahrhunderts. Von 1880 an wurde die Kirche für den Konfirmandenunterricht benutzt. Nach dem 2. Weltkrieg blieb die St. Johannes-Kirche weiterhin im Besitz der Evangelisch-Lutherischen Gemeinde, die darin sonntäglich ihre Gottesdienste feiert In dem Innenraum dieser Kirche befindet sich ein Altar aus dem Jahre 1717 mit Apostelfiguren und Gemälden auf Nutzholz: „Das letzte Mahl Christi“, „Die Kreuzigung“ und „Die Auferstehung“ darstellen. Die Skulpturen stellen die Apostel: St. Peter und St. Johannes dar und einen Pelikan mit seinen Küken - ein Symbol der göttlichen Liebe. Die barocke Kanzel aus dem Jahre 1730 verzieren 11 Gemälden mit Bibelszenen. In der Kirche befindet sich eine Orgel aus dem Jahre 1830 mit 11 Stimmen. Sie wurden im Jahre 1979 aus der ehemaligen evangelischen Kirche in Bez³awki überführt. In dem Glockenturm befindet sich eine Glocke, aus dem Jahre 1843. Die Renovierung der Kirche begann im Jahre 1979. Es wurden der Altar (1985) und die Kanzel (2000) restauriert. Der historische Balkon über dem Eingang der Kirche wurde ebenfalls umgebaut. Die Skulptur des Moses ist aus dem Museum in Kêtrzyn zurück in diese Kirche gekommen. Diese Skulptur bildete ursprünglich das Fundament der Kanzel. Über 10 Jahren war Kêtrzyn der Sitz des Bischofs der Evangelisch-Lutherischen Gemeinde. Die hiesige Pfarrgemeinde hält Kontakte mit der Evangelischen Pfarrgemeinde in Wesel (Deutschland) aufrecht. Zurzeit fungiert als Pfarrer der Pastor Pawe³ Hause.

 

St. Katharine- Kirche wurde in den Jahren 1895-97 im neugotischen Stil erbaut. Die Konsekration der Kirche machte Bischof Andrzej Thiel  am 5. Mai 1897. Die Kirche hat eine erhaltene Epochenausstattung - neugotischer Hauptaltar, Seitenaltäre sowie eine Kanzel. Im Jahre 1945 wurde diese Kirche verwüstet und im Jahre 1956 repariert. Zurzeit fungiert als Pfarrer der Prälat Zygmund Klimczuk.

 

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Das Rathaus

Am Pi³sudskiplatz steht das historische eklektische Rathaus. Dieses Rathaus wurde  in Jahren 1885 -86 durch die Initiative des Bürgermeisters Wiewiórowski erbaut. Es ist ein dreistöckiges Gebäude aus rotem Backstein. Am 30. Dezember 1886 wurde das neue Rathaus eröffnet. In diesem Gebäude befindeten sich früher: zwei große Säle für Ratssitzungen und ommissionen, Büros, die Stadtkasse, eine Polizeiwache (im Keller) und die Wohnung des Bürgermeisters und des Pförtners. Im Jahre 1899 wurde das Rathaus durch einen Brand teilweise zerstört. Im Jahre 1920 wurde das Dachgeschoß umgebaut. Bis zum Jahr 1997 war es ununterbrochen Stadtverwaltungssitz. Heute befinden sich hier u.a. das Standesamt und die Touristische Information.Gegenüber dem Rathaus steht das Denkmal des Stadtpatrons - Wojciech Kêtrzyñski. Der Autor des Denkmal das ist Edward Gorol - ein hervorragender polnischer Bildhauer und Medaillenstecher.